Wie oft dürfen Sie aufstellen?

Hier gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Familienaufstellungen und spirituellen Aufstellungen einerseits und Organisations- sowie Strukturaufstellungen andererseits. Bei ersteren „braucht die Seele oft Zeit, um das Lösungsbild ganz nehmen zu können“. Das kann manchmal Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre dauern.

Bei Organisations- und (einigen Formaten von) Strukturaufstellungen kann das durchaus anders sein, vor allem wenn die Situation nicht in tiefe archaische Gefühle oder frühkindliche Prägungen hineingeführt hat. In Ausbildungskursen habe ich selbst (Rudolf Schnappauf) schon drei verschiedene eigene berufliche Themen erfolgreich und mit wesentlichem Erkenntnisgewinn an einem Tag aufgestellt. Auch für Führungskräfte konnte ich schon öfter mehrere Anliegen mit unternehmerischen Fragen am gleichen Tag klären.

Grundsätzlich mag gelten: „Solange die Bilder einer Aufstellung innerlich lebendig weiterwirken, macht es wenig Sinn, (zum gleichen Thema) neue Bilder darüber zu legen, welche die Wirkung der früheren überdecken oder ihnen entgegenwirken (können).“ (Ursula Franke).

Ein erster Impuls bewirkt über die Zeit hinweg, durch das intensive Auseinandersetzen in der Nachbereitung und mit den Fragen der „Hausaufgaben“, die Sie von erfahrenen und fürsorglichen Beratern (z. B. im Rahmen eines Beratungsprotokolls) erhalten, oft die gewünschte umfassende Veränderung.

Aufstellungsformate/-modelle

An einem Aufstellungs-Tag in der Re-Sourcing-Oase in Hünfelden können viele verschiedene Aufstellungs-Formen, -Formate, -Modelle… zum Einsatz kommen. Diese werden von dem – von Ihnen als Ihren „Gastgeber/Begleiter“ gewählten – Aufstellungs“leiter“ entsprechend Ihrem Anliegen ausgewählt und mit Ihrer Zustimmung eingesetzt.
Vertrauen Sie auf die Kompetenz des gesamten, vertrauensvoll eingespielten Teams aller anwesenden Aufsteller, deren vielfältige Ausbildung und langjährige Erfahrung aus vielen Hundert aufgestellten und erfolgreich gelösten Anliegen Ihnen zugute kommt.

Beispielhaft sind hier einige häufiger eingesetzte Aufstellungsformate/-modelle aufgeführt:

  • Zielklärungs-Aufstellung
  • Problemlösungs-Aufstellung
  • Entscheidungsfindungs-Aufstellung (z. B. Tetralemma-Aufstellung)
  • Aufstellung für Gelingende Beziehungen (AGB)
  • HerzIntelligenz-Aufstellung (HIA)
  • Körpersymptom-Aufstellung
  • Organ-Aufstellung
  • Famillien-Aufstellung
  • Famillien-Strukturaufstellung
  • Team-Strukturaufstellung
  • Aufstellung zur beruflichen Eignung & Neigung, z. B. Team Management Aufstellung (TMA)
  • Aufstellung des ausgeblendeten Themas (das, worum es eigentlich geht)
  • Aufstellung zur Beziehungsklärung und Konfliktlösung
  • Glaubenspolaritäten-Aufstellung
  • Orts-, Wohnungs-, Büro-, Immobilien-Aufstellung
  • Traum-Analyse-Aufstellung (TAA)
  • Karma-Aufstellung
  • und viele andere mehr, s. auch Über 100 Aufstellungsmodelle

Einige dieser Aufstellungsformen wurden von den Aufstellern Iris und Rudolf A. Schnappauf entwickelt, einige in Zusammenarbeit mit weiteren Mitgliedern des Aufsteller-Teams.

Wer anderen etwas vorgedacht,
wird jahrelang erst ausgelacht.
Begreift man die Entdeckung endlich,
so nennt sie jeder „selbstverständlich“!
      Wilhelm Busch

System-Aufstellungen erlauben es, zu komlexen Alltags-Aufgaben und Herausforderungen oft innerhalb von weniger als einer Stunde kreative, neue Lösungsmöglichkeiten zu finden, die für alle Betroffenen vorteilhaft („allparteilich“) und annehmbar sind.

Aufstellungen sind daher äußerst interessant und lohnend für jeden, der Kosten, Zeit und Aufwand sparen will und an einer „Win-hoch-3-Erfolgs-Lösung“ (Gewinner-Gewinner-Gewinner-Lösung) zum Wohle aller interessiert ist.

Harmonisches Familienleben

Familie, Eltern, Kinder, Verwandtschaft, Erziehung…

Wie können wir besser miteinander zusammenleben?

Was stört/fördert mein Verhältnis zu meinem Partner/Kind…?

Wie muss unsere „Familienstruktur“ aussehen, damit wir harmonisch miteinander leben
und uns gegenseitig fördern?

Welche Aufgaben bzw. Verantwortlichkeiten sind bei uns
nicht ausreichend klar verteilt?

Wer führt unsere Familie formell und informell?

Was brauchen wir, um uns als Paar/Familie zusammenzuschweißen?

Welche Werte sind entscheidend?

Welche Schule ist für mein Kind die geeignetste? …

Themen für Familienaufstellungen

Wie löse ich mich von unsichtbaren Bindungen, Verstrickungen aus Loyalität und Liebe zu einem Verstoßenen, Verstorbenen oder einem Familienmitglied, dessen schweres Schicksal nicht genügend gewürdigt worden ist…?

Wie gelange ich in den Genuss meiner vollen Lebenskraft?

Mit wem fühle ich mich unbewusst auf seelischer Ebene verbunden?

Auf wessen Leid mache ich (bzw. macht mein Kind) aufmerksam?

Zu wem verhalte ich mich unbewusst solidarisch?
(z. B.: Großmutter litt daran, Mutter litt daran, Tante litt daran, ich leide auch daran…)

Was kann ich tun, um ab jetzt frei und gesund mein eigenes Leben
in meine eigenen Hände zu nehmen?

Wovon habe ich mich zu lösen, damit ich endlich erfolgreich, erfüllt und in Fülle leben kann? … … …

Was ist eine Familienaufstellung?

Die Familie ist der Grund, in dem wir wurzeln.
Solange wir diese Wurzeln nicht (er-)kennen, werden die Flügel, die uns wachsen, nur schwach sein. Familienaufstellungen sind ein Weg, diese Wurzeln zu entdecken und sie von dem zu befreien, was schadet und schwächt. Dann kann die Kraft von den Wurzeln in die Flügel strömen.        Dr. Berthold Ulsamer

Wenn die Familie auf diese Weise in Ordnung gebracht ist, kann der einzelne aus der Familie hinausgehen. Dann spürt er die Kraft im Rücken. Erst wenn die Bindung an die Familie anerkannt ist und die Verantwortung klar gesehen und verteilt wird, fühlt sich der einzelne entlastet und kann seinem ‚Eigenen, Besonderen nachgehen, ohne dass ihn das Frühere belastet und einholt.        Bert Hellinger

Vom Leid zur Liebe
Krankheit ist die Folge von Teilung;
Heilung beginnt in der Mit-Teilung.
Heilsein ist Ungeteiltsein (Ganzsein, Einssein, Verbundensein).
Im Ungeteiltsein des Ganzen
söhnen sich die Gegensätze miteinander aus.        Angelika Albrecht

Jeder von uns ist Nachkomme einer weit zurückreichenden Familiensippe und trägt die tief verankerten Traditionen, Erlebnisse und Erfahrungen dieser Gemeinschaft in sich weiter. Auf diese Weise sind wir stark mit den Lebensgewohnheiten und Schicksalen unserer Vorfahren verbunden.

Ein wesentliches Merkmal dieser Verbundenheit ist, dass jeder, der zur Sippe dazugehört oder dazu gehört hat, ein Anrecht auf Anerkennung und den ihm gebührenden Platz im Familiensystem hat.

Wo diese Ordnungen gestört sind, sei es dadurch, dass eine Person einen Platz einnimmt, der ihr nicht zusteht oder dadurch, dass jemandem das Recht auf seine Zugehörigkeit abgesprochen wird (z. B. indem er nicht mehr erwähnt wird), entsteht eine Schieflage des Systems und Krankheit.

Ein Nachgeborener versucht dann zumeist (vollkommen unbewusst) durch Nachahmung auf das schwere Schicksal des Ausgeschlossenen aufmerksam zu machen oder durch unbewusste Sühne die frühere Ungerechtigkeit (systemische Schuld) wieder gut zu machen (systemischer Ausgleich).

In einer Familienaufstellung werden diese Zusammenhänge sichtbar, und eine Lösung aus solchen Unausgewogenheiten wird möglich.

Sehr viele neue Erkenntnisse zu dieser Form der Familienselbsterfahrung, die sich mit dem Erbe des Einzelnen aus seiner Herkunftsfamilie befasst, hat v. a. Bert Hellinger entwickelt.

Du hilfst keinem Armen dadurch, dass Du auch arm bist.        Lincoln

„In meiner Praxistätigkeit beobachte ich bei der Erhebung der Familienanamnese täglich, dass die beharrliche und zähe (unbewusste) Wiederholung von Unglück bringenden Gedanken- und Gefühlsmustern, festgeschriebenen Glaubenssätzen, „wie das Leben zu sein hat“ – selbst über Generationen hinweg – in der Familie, dem Beruf und dem eigenen Leben der Patienten zu Störungen der Gesundheit und des Glücklichseins führt. Auf der Suche nach Befreiung aus diesem selbst erschaffenen Gefängnis … kann das Systemische Familienstellen auf vorzügliche Weise andere therapeutische Verfahren unterstützen.

Im ersten Augen-Blick des Neugeborenen strahlt uns reine Liebe entgegen. Liebe, die sich bedingungslos verschenkt. Wird diese Liebe nur bedingt erwidert („Du wirst nur dann geliebt, wenn…“), werden Liebe und Leben zum Zerrbild. Diese Verzerrung nehmen wir als unsere einzige Realität wahr – und für alle anderen Menschen darf dann auch nur sie gültig sein, und keine andere.

Der Zauber des Augen-Blicks ist verloren gegangen, das erste Ein-Verstandensein mit der Welt, die für uns in Ordnung war, hat einer Wahr-Nehmung Platz machen müssen, die verzerrt und ver-rückt wurde. Die Kränkung, nicht als das geliebt zu werden, was wir sind, wirft uns in die Krankheit.

Ziel des Lebens ist es, die ursprüngliche Ordnung in uns wiederherzustellen, das falsche Bild des Lebens zu entzerren und nur das wahr-zu-nehmen, was uns in Wahrheit als die Grundlage allen Lebens fortwährend angeboten wird: die Liebe.

Ich sehe meine Lebensaufgabe als Therapeutin darin, Ihnen zu helfen, dass jeder Augen-Blick Ihres Lebens wieder reine Liebe schenkt auf Ihrem Weg, ein neu Geborener zu werden.“

Angelika Albrecht

Wozu Familien-Aufstellungen?

Was können Sie mit systemischer Aufstellungsarbeit erreichen?

Durch Aufstellung des Systems mit Hilfe von Repräsentanten (= Stellvertreter zur räumlichen Darstellung der Beziehungsstrukturen der Systemmitglieder untereinander) werden Sympathien, Antipathien, übernommene Muster und unsichtbare Bindungen deutlich sichtbar.

Die Lösung aus diesen schicksalhaften Bindungen kann dadurch erreicht werden, dass durch Umstellung des Beziehungsbildes im Außen sich ebenso die inneren Bilder mit den entsprechenden Deutungen und den dazugehörigen Empfindungen wandeln.

So wird es möglich, einen harmonischen eigenen Platz im System zu finden und als erlebte Erfahrung mitzunehmen.
Dadurch gelingt es, Zugang zu wenig oder bislang ungenutzten Ressourcen zu bekommen, die der einzelne und das System in sich tragen, um sie für unseren eigenen Weg zu mehr Freiheit und Effektivität sinnvoll zu nutzen.

Diese neu erfahrenen Ressourcen setzen Energien frei für alle gegenwärtigen Beziehungssysteme wie Gegenwartsfamilie, Partnerschaft, Arbeitsteam, Firma etc. sowie auch für die ganz persönliche Beziehung zu sich selbst.

Mit dem daraus gewonnenen Zugang zu unseren eigenen Potenzialen eröffnen sich uns viele Wahlmöglichkeiten, ganz neue Verhaltensmuster zu kreieren, um den eigenen erfolgreichen Weg in die Zukunft gehen zu können, ohne dass uns das Frühere einholt oder beeinträchtigt.

So kann systemische Aufstellungs- und Gestalt-Arbeit entscheidend zu effektiven Lösungen beitragen.

nach Anregungen von: Kara Voss-Conrad, syntas

Fragen zur Vorbereitung

  •    Wie ist dein momentaner Familienstand
       (ledig, in fester Beziehung, verheiratet, getrennt lebend)?
  •    Gab es zuvor wichtige Partnerschaften bzw. Ehe(n)?
  •    Hast du Kinder, wenn ja wie viele – Jungen/Mädchen – Alter?
  •    Wer lebt mit dir in einem Haushalt?
  •    Wohnst Du im Haus der Eltern/Großeltern?
  •    Das wie vielte von wie vielen Kindern bist du?
       (bitte Reihenfolge mit Zusatz Bruder/Schwester angeben,
       bitte auch alle Halbgeschwister angeben)
  •    Das wie vielte von wie vielen Kindern ist deine Mutter bzw. dein Vater?
       (ebenfalls mit Angabe Bruder/Schwester)
  •    Hatten Vater oder Mutter vor ihrer Ehe feste Partner?
       (verlobt, erste große Liebe, verheiratet u. ä.)
  •    Wurden Mitglieder deiner Familie ausgeschlossen? (schwarze Schafe,
       Gestorbene, Familienmitglieder, über die nicht gesprochen wird u. ä.)
  •    Bei wem gibt es uneheliche Kinder?
  •    Gibt es Geisteskrankheiten oder Suchtprobleme in deiner Familie?
  •    Wer war in psychiatrischer Behandlung?
  •    Gibt es Familienmitglieder in aufopfernden Berufen
       wie Pfarrer, Mönch, Nonne u. ä.?
  •    Gibt es auf deiner Generationsebene, auf der Ebene deiner Eltern oder
       deiner Großeltern einschneidende Ereignisse wie:
  •     –     Scheidung
        –     früher Tod von Geschwistern, Totgeburten, nicht lebensfähige Mehrfachbefruchtungen
        –     früher Tod von Elternteilen u. ä.?

  •    Gibt es schwere Schicksale innerhalb deiner Familie
       bis in die Urgroßelterngeneration wie:
  •     –     Tod einer Frau im Kindbett
        –     Tod durch Mord
        –     Tod im Krieg oder in Gefangenschaft
        –     KZ-Haft u. ä.?

  •    Gibt es weitere einschneidende Ereignisse wie:
  •     –     Schwerwiegende Unfälle
        –     Schwere Krankheiten (außer im hohen Alter)
        –     Vergewaltigungen, Missbrauch
        –     Selbstmordversuche u. ä.?

Vielen Dank für eine vollständige Beantwortung aller Fragen.
Diese Information ist wichtig zum Erstellen eines Genogrammms.

Ein vollständiges Genogramm macht oft schon auf mögliche Zusammenhänge aufmerksam
und ist die Basis für eine erfolgreiche Familien- oder Familienstruktur-Aufstellung.

Termine-Aufstellungstag

jeweils von 9.30 bis ca. 18 Uhr:

-Sonntag, 17.09.2017
-Sonntag, 15.10.2017
-Sonntag, 10.12.2017

  • Frau E.H. aus Mörfelden

    „Gerne möchte ich wieder an einem Aufstellungs-Tag teilnehmen. Ich habe von Dir viel gelernt und es hilft mir sehr. Vielen Dank