Aufstellungen sind lösungsfokussiert

Systemische Struktur-Aufstellungen zählen zu den lösungsorientierten Kurzzeittherapien.

Sie bringen schnell und präzise Dynamiken ans Licht, die einen Menschen in einschränkender Weise an sein Bezugssystem binden, ihn seiner Handlungsmöglichkeiten berauben, in seiner persönlichen Entfaltung einengen und somit an der Entwicklung seiner Lebensgestaltung hindern.

Aufstellungen gehen auf Arbeiten von Jakob Moreno („Psychodrama“, „Entwickeln von Handlungsalternativen“), Ivan Boszormenyi-Nagi („unsichtbare Bindungen“, „generationen-übergreifender Ausgleich von Geben und Nehmen“, „Kontextuelle Therapie“) und Virginia Satir („Familienskulptur“, „Familienrekonstruktion“) zurück.
Bert Hellinger („Ordnungen der Liebe“, „systemische Verstrickungen“) hat die Methode der Familienaufstellung maßgeblich entwickelt (und in „Gehen mit dem Geist“ in eine spirituelle Dimension transformiert), Gunthard Weber und andere die Organisationsaufstellung, Matthias Varga von Kibéd die systemischen Strukturaufstellungen, Insa Sparrer hat sie erfolgreich mit den lösungsfokusierten Kurzzeittherapien von Steve de Shazer verknüpft.

Aufstellungen beziehen Erfahrungen, Methoden und Vorgehensweisen aus Hypnotherapie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, NLP, systemischer Therapie mit ein und sind dennoch keine Therapie im klassisch-psychologischen Sinn, auch wenn sie diese wunderbar ergänzen. Spirituelle Aufstellungen z. B. verfolgen keine therapeutischen Ziele oder Lösungen, sondern gehen weit darüber hinaus.

Sie nutzen räumliche Bilder, die räumliche Repräsentation und die Mehrgenerationen-Perspektive (und wenn es sein muss auch Karma-Aspekte). Die systematische und klare Strukturierung hilft dabei, Musterwiederholungen und Lernzusammenhänge erfassen zu können.

Manche Aufstellungen führen zu klaren Erkenntnissen über innerpsychische Dynamiken oder Beziehungszusammenhänge, die auf Ihre physische, emotionale oder mentale Gesundheit Einfluss haben, manche führen zu Lösungsbildern, die körperlich und psychisch große Erleichterung bringen und noch lange nachwirken.

Alle Artikel im Navigationspunkt „Grundsätzliches zu Aufstellungen“
sind angeregt durch Gedanken von Ursula Frankes Fachbuch
„Wenn ich die Augen schließe, kann ich Dich sehen“
siehe Rezension unter Fachliteratur Familienaufstellungen

Wie „funktionieren“ Aufstellungen?

Meist beschreiben Menschen ihre Symptomatik auf der vom persönlichen Erleben geformten Ich-Ebene. Sie haben Verletzungen erlebt, Prägungen erfahren und Verhaltensmuster erlernt. Sie versuchen sich von Symptomen zu befreien und ihre Vorstellungen und Wünsche an sich und andere umzusetzen.

Aufstellungen ermöglichen den Blick auf die Zusammenhänge und Dynamiken des Systems, die „Musterrepräsentationen“, „Identifikationen“ oder „unsichtbaren Bindungen“, die jenseits Ihrer biographischen Ebene wirken und Ihnen daher meist nicht bewusst sind, deren Auswirkungen Sie aber oft umso deutlicher spüren.

In einer Aufstellungsgruppe finden Sie über die Wahrnehmungen der „Repräsentanten“ (Teilnehmer, die für eine Person, eine Gruppe, einen Aspekt o.ä. stehen) Zugang zu der umfassenderen Dimension der „archaischen Ordnung“ (Madelung). Die Aussagen dieser „Stellvertreter“ entspringen der phänomenologischen Ebene, treffen eindeutige Aussagen über die Ordnungsebene und beschreiben die Beziehungen und ihre Qualitäten. Körperreaktionen geben Hinweise auf Dynamiken, die Ihnen (als aufstellender Person) nicht bewusst sind und die Sie selbst in der Regel allein nicht erkennen können.

Aus der Position eines neutralen Beobachters (Metaposition) beobachten Sie sich als Aufstellender bewusst bei Ihrem bisher unbewussten Tun und Fühlen. Sie werden für sich selbst zum „inneren Zeugen“ („witness state)“.

Die „unsichtbaren Bindungen“ eines Systems oder einer Familie werden sichtbar. Die Repräsentanten (und Sie) erfahren körperlich, wie Sie in Ihren Kontext eingebettet sind und wie die Anwesenheit und Nähe eines jeden Einzelnen auf jeden anderen und alles andere im System wirkt.

Dabei nimmt unser Körper wie ein Resonanzkörper die Informationen des Umfelds auf, ähnlich wie ein Musikinstrument oder Gefäß mit den Klängen seiner Umgebung mitschwingt. So sind wir in der Lage, mit Gefühlen und körperlichen Zuständen von anderen mitzufühlen und in uns diese Qualitäten des anderen zu erleben und wahrzunehmen. „Fremde“ Gefühle klingen in uns an. Forscher des HeartMath®-Instituts haben die Wirkung der elektromagnetischen Schwingungen eines Menschen auf andere in seiner Nähe wissenschaftlich nachgewiesen
(s. Fachbuch-Empfehlung „Die HerzIntelligenz-Methode“
http://www.RAS-Training.de/neu/publikationen/herzintelligenz_methode.htm)

Forscher wie Rupert Sheldrake (morphogenetische Resonanz), Carl Gustav Jung (kollektives Unbewusstes) oder Masaru Emoto (Wasserkristalle) u. v. a. haben dazu ihre Modelle und Theorien vorgelegt, wie das Gedächtnis eines Systems wirkt und wie die einzelnen Elemente als Teile mit dem Ganzen in Verbindung/Resonanz stehen. Dabei wird Gedächtnis nicht als persönliche Leistung unseres Gehirns betrachtet, sondern als „Gedächtnis- oder Wissensfeld“, von dem wir ständig umgeben sind, wie ein TV von den Fernsehwellen.

Wenn in einer Aufstellung die gesamte Gruppe konzentriert und fokussiert ein Thema beachtet, scheint das Feld aktiviert zu werden und sich immer mehr aufzubauen – und/oder unsere Qualitäten als Empfänger werden immer präziser –.

„Gedanken sind Energien, die dazu drängen verwirklicht zu werden.
Alte Gedanken wurden so gedacht, wie sie gedacht worden sind.
Sie hatten die dementsprechende Resonanz. Durch die Änderung von Gedanken werden neue Energien und Schwingungen produziert und gesendet.
Somit können sich Dinge in der Zukunft ändern.
Neues kann entstehen.“          Kristine Erb/Alex.

Ihre Vorteile von Aufstellungen in Gruppen

Da unser Körper uns als Resonanzkörper und präziser Informationsträger über die Welt dient, können wir unsere Wahrnehmungsfähigkeit und unsere – für unsere Gesundheit so wichtige Fähigkeit zur – Anteilnahme trainieren und verbessern, indem wir ihn durch Teilnahme an Aufstellungen leistungsfähig machen und erhalten.

In Aufstellungsgruppen haben Sie nicht nur an der Dynamik der eigenen Familie oder Organisation teil, sondern erleben in intensiver Weise als Beobachter und zeitweiliger Repräsentant zahlreiche Dynamiken in System-Konstellationen anderer Teilnehmer. So bekommen Sie in kurzer Zeit einen differenzierten Einblick in unterschiedlichste systemische Zusammenhänge und die Vielfalt möglicher Lösungen für individuelle Probleme und Lebenssituationen.

Durch die Resonanz der gesamten Gruppe, die körperlichen Wahrnehmungen und Aussagen der aufgestellten Repräsentanten erhalten Sie auch wichtige Hinweise auf Belastungen, die im System sehr weit zurückliegen und weder durch Ihre Erinnerung noch anderweitig kognitiv erschlossen werden können.

Stoßen Sie auf frühkindliche Prozesse oder Traumatisierungen in den ersten drei Lebensjahren, die meist ein spontanes, unbewusstes Zurückfallen in tiefe emotionale Kindheitserlebnisse (Alters-Regression) auslösen, ist unter anderem zum Bewältigen von Mustern einer „unterbrochenen Hinbewegung“ (Hellinger), d. h. einer „unbeantworteten Suche nach Liebe von Mutter oder Vater“, die Unterstützung eines Therapeuten oder einer Gruppe sehr hilfreich! Gleiches gilt für das Lösen (selbst-ständiges, eigenverantwortliches Erwachsenwerden) aus gewaltbesetzten Bindungen (Missbrauch), vor denen Sie sich künftig schützen wollen.

Ihre Vorteile von Aufstellungen in der Einzelberatung

Sie sind nicht der Komplexität zahlreicher Aussagen und Dynamiken gleichzeitig ausgesetzt und können sich konzentriert mit einer einzelnen Dynamik oder Erkenntnis befassen. Veränderungen der Gefühlsqualitäten in einer Beziehung werden langsam und nacheinander erfahrbar.

Beim Arbeiten mit Figuren (Puppen, Teddys …), lebensgroßen Ständern oder Bodenankern (Papierblättern, farbigen Schablonen, kleinen Gegenständen …) als Platzhalter ist es aufgrund der leichten Überschaubarkeit möglich, Ihre Familie (Ihre Organisation, Ihr Team …) aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen und aus einer neutralen, übergeordneten Metaposition heraus die gesamte Situation mit (innerem und äußeren) Abstand von außen zu betrachten. Damit gewinnen Sie neue Perspektiven, die Ihnen ein Verstehen erleichtern und neue Handlungsmöglichkeiten ermöglichen.

Bei der Suche nach einer Lösung, die Sie an das Ziel Ihrer Sehnsucht führt, wo Sie wieder tief und frei ausatmen und innerlich zustimmen können, kann jede Form der Aufstellungsarbeit hilfreich sein.

Wenn Sie sich nicht spontan zwischen Gruppe und Einzelsitzung entscheiden können, ist manchmal die Einzelberatung bei einem eingespielten Paar (Mann und Frau, Yin und Yang) von Coaches oder Mentoren die beste Wahl, sich Unterstützung zu holen, um viel gebundene Energie freizusetzen und wieder sinnvoll zu nutzen.

Wie oft dürfen Sie aufstellen?

Hier gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Familienaufstellungen und spirituellen Aufstellungen einerseits und Organisations- sowie Strukturaufstellungen andererseits. Bei ersteren „braucht die Seele oft Zeit, um das Lösungsbild ganz nehmen zu können“. Das kann manchmal Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre dauern.

Bei Organisations- und (einigen Formaten von) Strukturaufstellungen kann das durchaus anders sein, vor allem wenn die Situation nicht in tiefe archaische Gefühle oder frühkindliche Prägungen hineingeführt hat. In Ausbildungskursen habe ich selbst (Rudolf Schnappauf) schon drei verschiedene eigene berufliche Themen erfolgreich und mit wesentlichem Erkenntnisgewinn an einem Tag aufgestellt. Auch für Führungskräfte konnte ich schon öfter mehrere Anliegen mit unternehmerischen Fragen am gleichen Tag klären.

Grundsätzlich mag gelten: „Solange die Bilder einer Aufstellung innerlich lebendig weiterwirken, macht es wenig Sinn, (zum gleichen Thema) neue Bilder darüber zu legen, welche die Wirkung der früheren überdecken oder ihnen entgegenwirken (können).“ (Ursula Franke).

Ein erster Impuls bewirkt über die Zeit hinweg, durch das intensive Auseinandersetzen in der Nachbereitung und mit den Fragen der „Hausaufgaben“, die Sie von erfahrenen und fürsorglichen Beratern (z. B. im Rahmen eines Beratungsprotokolls) erhalten, oft die gewünschte umfassende Veränderung.

Lässt sich Vergangenes verändern?

Was geschehen ist, ist geschehen

und lässt sich nicht ungeschehen machen. Da es vorbei ist und so nicht wiederkommt, braucht es aber auch nicht verändert zu werden. Einfluss auf uns nimmt nicht so sehr unsere Vergangenheit, als die Bilder und Überzeugungen und die daraus resultierenden Verhaltensmuster, die wir davon in unserem Gedächtnis (Gehirn, Körper, Seele) gespeichert haben.
Erst wenn wir die „alte Filmrolle“ wieder abspulen (oder durch Projektionen die alten Triggerpunkte und Auslöser von automatisierten Verhaltensmustern unbewusst wieder auslösen), beeinflussen uns die damit in der Gegenwart ausgelösten Gedanken und Gefühle erneut in der alten, unerwünschten Weise. Davon können Sie sich mit professioneller Unterstützung meist verhältnismäßig leicht und schnell lösen.

  • Ein kompetenter Lebensberater, Mentor, Coach oder Therapeut hilft Ihnen z. B., jetzt kognitiv zu verstehen, was Sie als Kind (neues Mitglied) in den entscheidenden, prägenden ersten Jahren (beruflichen Situationen) damals nicht haben verstehen können und im umfassenden Zusammenhang der Lebensgeschichte Ihrer Familie (Firma) nicht gewusst haben.
  • Sie erhalten Unterstützung, jetzt das emotional fühlen und ausdrücken zu können, was Sie damals nicht fühlen oder ertragen konnten (und deshalb verdrängt haben) und auch was Sie damals nicht ausdrücken durften (!), weil es sonst vom System (Familie, Teamkollegen, Vorgesetzten…) hart sanktioniert worden wäre.
  • So können Sie jetzt den Impulsen folgen, die damals nicht zu Ihrem Ziel gekommen sind (z. B. nicht die gewünschte Beachtung der für Sie wichtigen Bezugsperson gefunden haben).
So kann das Muster, das Sie in der Vergangenheit geprägt hat, verändert und durch neue, erweiterte Erfahrungen ersetzt werden. Ihre neuen Glaubenssätze ermöglichen Ihnen jetzt neue hilfreiche Verhaltensstrategien, um mit einem kraftvollen „Ja zur Welt“ Ihre Zuwendung zum Leben zu genießen.

Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.“    Milton Erickson

Machen Sie jetzt den entscheidenden Schritt.

Investieren Sie in Ihre Zukunft.

Werden Sie der wichtigste Mensch in Ihrem Leben!

Seien Sie es sich wert, sich kompetente Unterstützung zu gönnen.

Ich freue mich, Ihnen dienen und Sie liebevoll auf Ihrem Weg begleiten, beraten und fördern zu dürfen.

Rufen Sie mich an. Rudolf A. Schnappauf: 06438 – 540 0.

Unser Ziel in der Re-Sourcing-Oase von RAS Training und Beratung ist es, Ihren Weg von der Fremdbestimmung in die Selbstbestimmung zu fördern und Sie frei zu machen von behindernden Glaubenssätzen, einschränkenden Verhaltensstrategien und unerwünschten Verstrickungen. Ihre Zufriedenheit und Gesundheit auf allen Ebenen liegt uns am Herzen.

Daher erhalten Sie von RAS keine Rat-Schläge, sondern Hilfe zur Selbsthilfe und gezielte, persönliche Unterstützung durch

  • System-Aufstellungen (Struktur-, Organisations-, Familien- …) in der Gruppe und in Einzelarbeit
  • Coaching zur vollen Entfaltung Ihres Potenzials und Ihrer Führungsqualitäten …
  • Mentoring beim Bewältigen persönlicher Veränderungen …
  • Einzelberatung vor wichtigen Entscheidungen oder besonderen Auftritten …
  • Einzeltraining und Supervision bei wichtigen Verhandlungen und herausfordernden Gesprächen mit Kunden, Mitarbeitern, Partnern …
Ich freue mich auf Sie.

Rudolf Schnappauf

Termine-Aufstellungstag

jeweils von 9.30 bis ca. 18 Uhr:

-Sonntag, 17.09.2017
-Sonntag, 15.10.2017
-Sonntag, 10.12.2017

  • Frau T.F. aus Oberaula

    Es war ein wunderschöner Aufstellungs-Tag. Ich habe Klarheit bekommen für meine Fragen. Es ist immer ein Wellness-Sonntag voller Herzlichkeit, Geborgenheit und Zuhausesein. Das tut der Seele gut. Ich schaue positiv in die Zukunft.