Themen für Familienaufstellungen

Wie löse ich mich von unsichtbaren Bindungen, Verstrickungen aus Loyalität und Liebe zu einem Verstoßenen, Verstorbenen oder einem Familienmitglied, dessen schweres Schicksal nicht genügend gewürdigt worden ist…?

Wie gelange ich in den Genuss meiner vollen Lebenskraft?

Mit wem fühle ich mich unbewusst auf seelischer Ebene verbunden?

Auf wessen Leid mache ich (bzw. macht mein Kind) aufmerksam?

Zu wem verhalte ich mich unbewusst solidarisch?
(z. B.: Großmutter litt daran, Mutter litt daran, Tante litt daran, ich leide auch daran…)

Was kann ich tun, um ab jetzt frei und gesund mein eigenes Leben
in meine eigenen Hände zu nehmen?

Wovon habe ich mich zu lösen, damit ich endlich erfolgreich, erfüllt und in Fülle leben kann? … … …

Was ist eine Familienaufstellung?

Die Familie ist der Grund, in dem wir wurzeln.
Solange wir diese Wurzeln nicht (er-)kennen, werden die Flügel, die uns wachsen, nur schwach sein. Familienaufstellungen sind ein Weg, diese Wurzeln zu entdecken und sie von dem zu befreien, was schadet und schwächt. Dann kann die Kraft von den Wurzeln in die Flügel strömen.        Dr. Berthold Ulsamer

Wenn die Familie auf diese Weise in Ordnung gebracht ist, kann der einzelne aus der Familie hinausgehen. Dann spürt er die Kraft im Rücken. Erst wenn die Bindung an die Familie anerkannt ist und die Verantwortung klar gesehen und verteilt wird, fühlt sich der einzelne entlastet und kann seinem ‚Eigenen, Besonderen nachgehen, ohne dass ihn das Frühere belastet und einholt.        Bert Hellinger

Vom Leid zur Liebe
Krankheit ist die Folge von Teilung;
Heilung beginnt in der Mit-Teilung.
Heilsein ist Ungeteiltsein (Ganzsein, Einssein, Verbundensein).
Im Ungeteiltsein des Ganzen
söhnen sich die Gegensätze miteinander aus.        Angelika Albrecht

Jeder von uns ist Nachkomme einer weit zurückreichenden Familiensippe und trägt die tief verankerten Traditionen, Erlebnisse und Erfahrungen dieser Gemeinschaft in sich weiter. Auf diese Weise sind wir stark mit den Lebensgewohnheiten und Schicksalen unserer Vorfahren verbunden.

Ein wesentliches Merkmal dieser Verbundenheit ist, dass jeder, der zur Sippe dazugehört oder dazu gehört hat, ein Anrecht auf Anerkennung und den ihm gebührenden Platz im Familiensystem hat.

Wo diese Ordnungen gestört sind, sei es dadurch, dass eine Person einen Platz einnimmt, der ihr nicht zusteht oder dadurch, dass jemandem das Recht auf seine Zugehörigkeit abgesprochen wird (z. B. indem er nicht mehr erwähnt wird), entsteht eine Schieflage des Systems und Krankheit.

Ein Nachgeborener versucht dann zumeist (vollkommen unbewusst) durch Nachahmung auf das schwere Schicksal des Ausgeschlossenen aufmerksam zu machen oder durch unbewusste Sühne die frühere Ungerechtigkeit (systemische Schuld) wieder gut zu machen (systemischer Ausgleich).

In einer Familienaufstellung werden diese Zusammenhänge sichtbar, und eine Lösung aus solchen Unausgewogenheiten wird möglich.

Sehr viele neue Erkenntnisse zu dieser Form der Familienselbsterfahrung, die sich mit dem Erbe des Einzelnen aus seiner Herkunftsfamilie befasst, hat v. a. Bert Hellinger entwickelt.

Du hilfst keinem Armen dadurch, dass Du auch arm bist.        Lincoln

„In meiner Praxistätigkeit beobachte ich bei der Erhebung der Familienanamnese täglich, dass die beharrliche und zähe (unbewusste) Wiederholung von Unglück bringenden Gedanken- und Gefühlsmustern, festgeschriebenen Glaubenssätzen, „wie das Leben zu sein hat“ – selbst über Generationen hinweg – in der Familie, dem Beruf und dem eigenen Leben der Patienten zu Störungen der Gesundheit und des Glücklichseins führt. Auf der Suche nach Befreiung aus diesem selbst erschaffenen Gefängnis … kann das Systemische Familienstellen auf vorzügliche Weise andere therapeutische Verfahren unterstützen.

Im ersten Augen-Blick des Neugeborenen strahlt uns reine Liebe entgegen. Liebe, die sich bedingungslos verschenkt. Wird diese Liebe nur bedingt erwidert („Du wirst nur dann geliebt, wenn…“), werden Liebe und Leben zum Zerrbild. Diese Verzerrung nehmen wir als unsere einzige Realität wahr – und für alle anderen Menschen darf dann auch nur sie gültig sein, und keine andere.

Der Zauber des Augen-Blicks ist verloren gegangen, das erste Ein-Verstandensein mit der Welt, die für uns in Ordnung war, hat einer Wahr-Nehmung Platz machen müssen, die verzerrt und ver-rückt wurde. Die Kränkung, nicht als das geliebt zu werden, was wir sind, wirft uns in die Krankheit.

Ziel des Lebens ist es, die ursprüngliche Ordnung in uns wiederherzustellen, das falsche Bild des Lebens zu entzerren und nur das wahr-zu-nehmen, was uns in Wahrheit als die Grundlage allen Lebens fortwährend angeboten wird: die Liebe.

Ich sehe meine Lebensaufgabe als Therapeutin darin, Ihnen zu helfen, dass jeder Augen-Blick Ihres Lebens wieder reine Liebe schenkt auf Ihrem Weg, ein neu Geborener zu werden.“

Angelika Albrecht

Aufstellungs- und Gestaltarbeit

Systemische Aufstellungs- und Gestaltarbeit
(Familienstellen, Organisations- und Strukturaufstellungen)

Mit systemischen Klärungsarbeiten werden unbewusste Verbindungen und übernommene Denk-, Verhaltens- und Gefühls-Muster in Systemen bewusst gemacht und lösungsorientiert erfahren. Durch die räumliche Aufstellung des Systems mit Hilfe von stellverstretenden Personen werden u. a. „Verstrickungen“ und Schicksalsbindungen deutlich sichtbar.

Anschließende individuelle Interventionen ermöglichen Lösungen für den Einzelnen aus diesen Bindungen. Dadurch werden neue Ressourcen erlebbar und eine Fülle von Energien freigesetzt für alle gegenwärtigen Beziehungssysteme wie Arbeits-Team, Firma, Partnerschaften, Familie, Ehe etc. – im Beruf wie im Privatleben und vor allem für die persönliche Beziehung zu sich selbst.

Grundlagen systemischer Aufstellungsarbeit

Auf welcher Grundlage basiert die systemische Aufstellungs- und Gestaltarbeit?

Das Ursprungssystem „Familie“, in das wir hineingeboren werden, hat oft über Generationen hinweg eine meist unbewusste Wirkung auf unsere Lebensgestaltung.

Die Familie ist das erste Beziehungssystem, mit dem wir schon von Beginn unseres Lebens an in Berührung kommen. Bereits als Kleinkind erleben wir darin prägende Erfahrungen, welche wir auf unsere ganz individuelle Weise für uns interpretieren und in Glaubenssätze und Verhaltensmuster übersetzen.

Um unsere Grundbedürfnisse nach Zugehörigkeit und nach Angenommen-Sein zu befriedigen, kreieren wir schon in den ersten Lebensjahren – durch eigene Interpretationen unbewusst gesteuert – einschränkende und manchmal auch destruktive Verhaltensmuster. Diese verhelfen uns in der entsprechenden Situation zu überleben, werden durch beständige Wiederholung zu Gewohnheiten und prägen so unseren Charakter und unsere Persönlichkeit von klein auf.

Das Bedürfnis nach Angenommen-Sein und Liebe des Kindes geht dabei oft sogar so weit, dass es selbst Krankheiten, Fremdgefühle und Verhaltensweisen von Familienmitgliedern unbewusst übernimmt und für die anderen (die Eltern, die Familie, das System) austrägt. Das Urbedürfnis nach Zugehörigkeit und die Loyalität zu den Familiemitgliedern auf seelischer Ebene kann dazu führen, dass Menschen auch Schicksale wie Erfolglosigkeit und Krankheit übernehmen, um nur ja nicht außerhalb der Familiennorm zu geraten.

Da diese Prozesse vollständig unbewusst geschehen, entziehen sie sich dem rationalen Verstand. Das Erwachsen-Werden verringert daher leider keineswegs die Wirkung der erfahrenen Beziehungsmuster und der damit verbundenen Überzeugungen aus unserer Kindheit. Selbst wenn wir heute physisch in der Gegenwart leben, so wirken doch die in der Vergangenheit übergenommenen oder erlernten emotionalen und mentalen Muster weiter, da wir sie „instinktiv“, blitzschnell und unbewusst immer wieder wiederholen.

Ein bewusstes Sichtbarmachen sowie ein Auffinden von neuen Handlungsalternativen kann uns daraus befreien. Das kann in Aufstellungen oft in kurzer Zeit geschehen.

Danke für Anregungen an Kara Voss-Conrad, syntas

Wozu Familien-Aufstellungen?

Was können Sie mit systemischer Aufstellungsarbeit erreichen?

Durch Aufstellung des Systems mit Hilfe von Repräsentanten (= Stellvertreter zur räumlichen Darstellung der Beziehungsstrukturen der Systemmitglieder untereinander) werden Sympathien, Antipathien, übernommene Muster und unsichtbare Bindungen deutlich sichtbar.

Die Lösung aus diesen schicksalhaften Bindungen kann dadurch erreicht werden, dass durch Umstellung des Beziehungsbildes im Außen sich ebenso die inneren Bilder mit den entsprechenden Deutungen und den dazugehörigen Empfindungen wandeln.

So wird es möglich, einen harmonischen eigenen Platz im System zu finden und als erlebte Erfahrung mitzunehmen.
Dadurch gelingt es, Zugang zu wenig oder bislang ungenutzten Ressourcen zu bekommen, die der einzelne und das System in sich tragen, um sie für unseren eigenen Weg zu mehr Freiheit und Effektivität sinnvoll zu nutzen.

Diese neu erfahrenen Ressourcen setzen Energien frei für alle gegenwärtigen Beziehungssysteme wie Gegenwartsfamilie, Partnerschaft, Arbeitsteam, Firma etc. sowie auch für die ganz persönliche Beziehung zu sich selbst.

Mit dem daraus gewonnenen Zugang zu unseren eigenen Potenzialen eröffnen sich uns viele Wahlmöglichkeiten, ganz neue Verhaltensmuster zu kreieren, um den eigenen erfolgreichen Weg in die Zukunft gehen zu können, ohne dass uns das Frühere einholt oder beeinträchtigt.

So kann systemische Aufstellungs- und Gestalt-Arbeit entscheidend zu effektiven Lösungen beitragen.

nach Anregungen von: Kara Voss-Conrad, syntas

Fragen zur Vorbereitung

  •    Wie ist dein momentaner Familienstand
       (ledig, in fester Beziehung, verheiratet, getrennt lebend)?
  •    Gab es zuvor wichtige Partnerschaften bzw. Ehe(n)?
  •    Hast du Kinder, wenn ja wie viele – Jungen/Mädchen – Alter?
  •    Wer lebt mit dir in einem Haushalt?
  •    Wohnst Du im Haus der Eltern/Großeltern?
  •    Das wie vielte von wie vielen Kindern bist du?
       (bitte Reihenfolge mit Zusatz Bruder/Schwester angeben,
       bitte auch alle Halbgeschwister angeben)
  •    Das wie vielte von wie vielen Kindern ist deine Mutter bzw. dein Vater?
       (ebenfalls mit Angabe Bruder/Schwester)
  •    Hatten Vater oder Mutter vor ihrer Ehe feste Partner?
       (verlobt, erste große Liebe, verheiratet u. ä.)
  •    Wurden Mitglieder deiner Familie ausgeschlossen? (schwarze Schafe,
       Gestorbene, Familienmitglieder, über die nicht gesprochen wird u. ä.)
  •    Bei wem gibt es uneheliche Kinder?
  •    Gibt es Geisteskrankheiten oder Suchtprobleme in deiner Familie?
  •    Wer war in psychiatrischer Behandlung?
  •    Gibt es Familienmitglieder in aufopfernden Berufen
       wie Pfarrer, Mönch, Nonne u. ä.?
  •    Gibt es auf deiner Generationsebene, auf der Ebene deiner Eltern oder
       deiner Großeltern einschneidende Ereignisse wie:
  •     –     Scheidung
        –     früher Tod von Geschwistern, Totgeburten, nicht lebensfähige Mehrfachbefruchtungen
        –     früher Tod von Elternteilen u. ä.?

  •    Gibt es schwere Schicksale innerhalb deiner Familie
       bis in die Urgroßelterngeneration wie:
  •     –     Tod einer Frau im Kindbett
        –     Tod durch Mord
        –     Tod im Krieg oder in Gefangenschaft
        –     KZ-Haft u. ä.?

  •    Gibt es weitere einschneidende Ereignisse wie:
  •     –     Schwerwiegende Unfälle
        –     Schwere Krankheiten (außer im hohen Alter)
        –     Vergewaltigungen, Missbrauch
        –     Selbstmordversuche u. ä.?

Vielen Dank für eine vollständige Beantwortung aller Fragen.
Diese Information ist wichtig zum Erstellen eines Genogrammms.

Ein vollständiges Genogramm macht oft schon auf mögliche Zusammenhänge aufmerksam
und ist die Basis für eine erfolgreiche Familien- oder Familienstruktur-Aufstellung.

Termine-Aufstellungstag

jeweils von 9.30 bis ca. 18 Uhr:

-Sonntag, 20.08.2017
-Sonntag, 17.09.2017
-Sonntag, 15.10.2017
-Sonntag, 10.12.2017

  • Frau E.W. aus Karlsruhe

    In den ersten Tagen danach habe ich sehr deutlich bemerkt, dass sich etwas verändert hat. Es begann damit, dass ich aufrecht gelaufen bin, ohne mich selbst dazu aufzufordern – es passierte einfach automatisch.
    Außerdem fühlte ich mich sehr entspannt und ging die anstehenden Aufgaben sehr ruhig an; ich hatte das Gefühl, mehr bei mir selbst zu sein…